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Huf Portugal: Mit Team-Arbeit Großes leisten

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Seit 1991 hat Huf Portugal mehr als 100 Millionen Autos ausgestattet – unter anderem mit Schließgarnituren, Passive-Entry-Schlüsseln, elektronischen und mechanischen Lenkungsverriegelungen sowie Türgriffen. Namhafte Automobilkunden schätzen die hohe Fertigungskompetenz und -qualität des Werkes im portugiesischen Tondela. In der Region Viseu zählt Huf Portugal traditionell und nachweislich zu den beliebtesten Arbeitgebern. Nicht nur mit dem Einsatz zukunftsweisender Technologien wie etwa der Augmented Reality und deren Integration in den Produktionsablauf kommt dem Standort eine wichtige Rolle in der gesamten Huf Group zu.

Text: Manuel Dohr

Unter Weinkennern ist die Region Viseu wohlbekannt. Hier – im Herzen von Portugal und rund 130 Kilometer südwestlich der Küstenstadt Porto – gedeihen aus sonnengereiften Trauben einige der besten Tropfen des Landes. Das renommierte Weinbaugebiet Dao liegt nahezu in Sichtweite des Huf-Standortes in Tondela. Es bietet dank seiner Lage hervorragende Voraussetzungen für Genuss im Glas.

Internationales Renommee genießt die Region Viseu, in der rund 350.000 Menschen leben, jedoch nicht nur dank ihrer Rot- und Weißweine. Hier sind auch zahlreiche Automobilhersteller und -zuliefererbetriebe mit Werken vertreten. So betreibt zum Beispiel Stellantis im nur 40 Kilometer von Huf Portuguesa entfernten Mangualde eine Fabrik, in der unter anderem die Modelle Citroën Berlingo, Peugeot Partner sowie der Opel Combo vom Band laufen. Ein weiterer wichtiger Standortvorteil des portugiesischen Huf-Werkes ist die geografische Nähe zu Spanien, wo zahlreiche Werke von Autoherstellern wie Mercedes-Benz, Ford, Opel, Renault, Nissan, Volkswagen und natürlich Seat angesiedelt sind.

Huf Portugal: Automobilzulieferer in Tondela

Huf Portugal und den spanischen Huf-Standort in El Burgo de Osma trennen nur rund vier Autostunden – und verbindet vieles. Das portugiesische Werk entstand 1991 als Tochtergesellschaft von Huf Espana und war ein Meilenstein für die Internationalisierung von Huf. Mit der Ansiedlung in Tondela übernahm Huf vor Ort eine Vorreiterrolle: Der Neubau war die erste Fabrik, die das neu geschaffene Industriegebiet mit Leben füllte. Bei der offiziellen Eröffnung am 14. Oktober 1991 erstreckte sich das Werk noch über 9.000 Quadratmeter. Heute ist die Gesamtfläche auf 20.000 Quadratmeter angewachsen.

Das Team vor Ort bestand anfangs lediglich aus elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – inzwischen sind es über 400. Jon Velasco, erster Mitarbeiter von Huf Portuguesa und heute Plant Director Finance and Administration, erinnert sich: „Bei der Gründung von Huf Portuguesa leisteten die Kollegen von Huf Espana einen entscheidenden Beitrag. Die Unterstützung war enorm – insbesondere in den Bereichen Produktion, Qualität und Technik.“

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Huf Portugal leisten Großes

1992 erhielt Tondela die offizielle Homologation durch Ford und General Motors (GM). Noch im selben Jahr entstanden in dem neuen Werk Schließgarnituren für die Ford-Modelle Fiesta, Escort und Scorpio sowie die GM-Baureihen Opel Corsa, Tigra and Combo. Schon kurz nach dem Anlauf der Produktion stand für die junge Truppe eine echte Härteprüfung an. „Bereits zwei Monate nach Produktionsbeginn musste das Werk innerhalb von zwei Monaten mehrere Tausend Schließgarnituren für einen großen Kunden fertigen“, erklärt Pedro Pega. Der heutige Plant Director Operations von Huf Portugal war bei der Gründung des Standortes der zweite Mann an Bord. Weil zeitgleich auch noch die Lkw-Fahrer in Spanien und Frankreich in einen Streik getreten waren, herrschte in der Produktion zusätzlicher Zeitdruck. Die Folge: In Tondela liefen fünf Tage lang nahezu nonstop die Bänder heiß. Und das, wohlgemerkt, während der eigentlich besinnlichen Weihnachtsferien. In einer beachtlichen Teamleistung meisterten die Werker diese Herausforderung mit Bravour. „Fehlerquote 0, Kundenzufriedenheit 100 Prozent“, fasst Pedro Pega den produktiven Parforceritt der Portugiesen zusammen.

Huf Portugal steht für ausgezeichnete Qualität und breites Produktportfolio

Außergewöhnliches Engagement und starker Teamgeist prägten von Beginn an den Charakter von Huf Portuguesa. Bei Kunden genießt der Standort seit mehr als 30 Jahren hohes Ansehen. Bestes Beispiel: 1999 erhielt Huf Portugal die Auszeichnung als „GM Supplier of the Year 1998“ und zählte damit zu einem erlauchten Kreis – weltweit durften sich nur 150 von insgesamt 30.000 Zulieferern mit diesem Prädikat schmücken. Die hervorragende Produktionsqualität spiegeln auch zahlreiche Zertifizierungen wider, die das Werk im Laufe seiner Geschichte erhielt und immer wieder erneuerte. In den Bereichen Arbeitssicherheit, Umwelt und Informationssicherheit nahm Huf Portuguesa immer wieder eine Pionierrolle bei Huf ein.

Huf Portuguesa with solar panels on plant roof

"Huf Portuguesa engagiert sich, wie die gesamte Huf Group, in allen Bereichen des täglichen Betriebs für Nachhaltigkeit", sagt Werksleiter Pedro Pega. 2021 wurden 2.336 Solarmodule auf den Dächern von Huf Portuguesa installiert.

Heute spielt der Standort eine tragende Rolle im weltweiten Produktionsnetzwerk von Huf. Dank flexibler Fertigungslinien kann Tondela die Produktion rasch an neue Markt- oder Kundenbedürfnisse anpassen. Das Portfolio umfasst neben Schließgarnituren, Passive-Entry-Schlüsseln und elektronischen Lenkungsverriegelungen unter anderem auch Türgriffe sowie Heckembleme mit und ohne Kamera. Auch Komponenten für das digitale Schlüsselsystem Phone as a Key werden im portugiesischen Tondela gefertigt.

Dabei bietet der Standort seinen Kunden alles aus einer Hand – von der Verarbeitung von Rohmaterialien über die Montage bis hin zur Validierung und Qualitätssicherung. Beeindruckend: In den vergangenen drei Jahrzehnten hat das Werk weltweit rund 96 Millionen Schließgarnituren und 45 Millionen Lenkungsverriegelungen ausgeliefert. Hinzu kommen rund drei Millionen Funkschlüssel, die seit 2018 in Portugal vom Band gelaufen sind.

Moderne Fertigung und zukunftsweisende Technologien im Huf-Werk in Portugal

Zu den technologischen Highlights des Standortes zählen Anlagen für Kunststoffspritzguss im Mehrkomponentenverfahren, robotergestützte Montagelinien mit Lasertechnologie, ESD-geschützte Bereiche für die Montage elektronischer Komponenten, Anlagen zur Produktprüfung mithilfe von Vision-Sensoren und natürlich Labore für Testing und Qualitätskontrolle.

Maintenance work at automotive supplier Huf with augmented reality glasses

Fit für die Zukunft: IT-Experte Tiago Moita und seine Kollegen stellen die Weichen für die Integration der Augmented Reality in den Produktionsprozess.

Quality check with augmented reality glasses at Huf Portugal

Augmented Reality wird für unterschiedliche Zwecke bei Huf Portugal genutzt: So zum Beispiel für Qualitätsmanagement und Fernwartung.

IT Team pushing the digitalization at Huf

Doch nicht nur in der Produktion treibt Huf die Digitalisierung voran. Mit modernen Tools und neuester Software wir die Effizienz kontinuierlich gesteigert.

Darüber hinaus integriert Huf Portugal Augmented Reality in den Produktionsprozess. Mithilfe spezieller Brillen, wie sie beispielsweise Google Glass liefert, verschmelzen die reale und die virtuelle Welt vor dem Auge des Benutzers förmlich miteinander: Daten, Informationen oder Hinweise werden direkt ins Sichtfeld projiziert.

Zudem lassen sich mithilfe von Gesten bestimmte Prozesse steuern. Das schafft neue Möglichkeiten, um Wartungsarbeiten an Maschinen zu vereinfachen und Produktionsabläufe zu optimieren.

Zusammenhalt und Zufriedenheit: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Tondela ziehen an einem Strang

Was Huf in Portugal ebenfalls auszeichnet: Sowohl vor als auch nach der Schicht herrscht beim Gang durchs Werkstor meist Super-Stimmung. Kein Wunder, schließlich zählt Huf Portuguesa traditionell zu den beliebtesten Arbeitgebern des gesamten Landes.

Mit ein Grund hierfür: Die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für das Management seit jeher ein hohes Gut. Dies untermauern regelmäßig die Ergebnisse sowohl interner als auch externer Umfragen. In der vom „Great Place to Work Institute“ veröffentlichten Liste der besten Arbeitgeber belegte Huf Portuguesa bereits mehrfach eine der Spitzenpositionen. Bei der Mitarbeiterbefragung im November 2021 – an der 73 Prozent aller Beschäftigten teilnahmen – bewerteten 91 Prozent ihren Arbeitgeber als „sehr gutes Unternehmen“. Ein Plus von zehn Prozent gegenüber der vorherigen Umfrage.

Female worker at Huf Protugal checking quality of remote control car key production

Huf liefert seinen Kunden modernste Funkschlüssel im eindrucksvollen Design. Doch ohne Qualitätsprüfung verlässt kein Schlüssel das Werk in Portugal, wie hier geprüft von Madadena Pereira.

Qualität ist der Schlüssel: Logistikprofi David Figueiredo sorgt bei Huf Portuguesa für reibungslosen Materialfluss.

Qualität ist der Schlüssel: Logistikprofi David Figueiredo sorgt bei Huf Portuguesa für einen reibungslosen Materialfluss.

Maria do Ceu Gomes at Huf Portuguesa checking the production monitor

Alles im Blick: Maria do Ceu Gomes im Herzen der Produktion.

Bei Huf Portuguesa gelten auch im Hinblick auf die Ergonomie und Sicherheit am Arbeitsplatz seit jeher höchste Standards, was sich in einer Null-Unfall-Rate manifestiert. „Das Geheimnis des kontinuierlichen Erfolgs: Wir investieren nicht nur in neue Technologien, um unsere Anlagen sicherer zu machen, sondern wir beziehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt ein, um Arbeitsplätze ergonomisch zu gestalten. Außerdem schulen wir regelmäßig. So ist es uns gelungen, ein tiefes Bewusstsein für Sicherheit und Prävention zu schaffen“, erläutert Patricia Miranda, heute verantwortlich für Quality Management, Huf Business System sowie Audits und lange Jahre Mitglied im Safety-Team.

 

"Der Schlüssel zum Erfolg unseres Unternehmens sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Paloma Cabanas, Head of Human Ressources at Huf Portuguesa

Eine umfassende Gesundheitsvorsorge gehört mit dazu. So nimmt ein regelmäßig anwesender Werksarzt arbeitsmedizinische Untersuchungen vor, berät Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Angehörigen in allen medizinischen Fragen und behandelt sie auf Kosten des Unternehmens. Das Angebot umfasst auch Vorsorgeuntersuchungen. „Der Schlüssel zum Erfolg unseres Unternehmens sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – mit all ihrer Erfahrung, ihren Fähigkeiten, Kompetenzen und der positiven Einstellung“, betont HR-Chefin Paloma Cabanas. „Die gute Unternehmenskultur und der starke Teamgeist tragen entscheidend zur hohen Einsatzbereitschaft bei und sind der Hauptgrund dafür, dass wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich auch langfristig an uns binden. Die Fluktuation ist äußerst gering. Zudem sorgen wir durch Kooperationen mit Universitäten und anderen Institutionen dafür, dass wir immer frische Talente zu uns ziehen. Der Mix zwischen Alt und Jung ist ebenso wichtig“, erläutert sie.

Female worker Ana Araujo at Huf Portuguesa

Spaß am Job: Ana Araújo und ihre Kollegen schätzen unter anderem das gute Betriebsklima und den großen Zusammenhalt.

Penible Prüfung: Alexandra Silva bei der finalen Endkontrolle in der Schlüsselfertigung.

Penible Prüfung: Alexandra Silva bei der finalen Endkontrolle in der Schlüsselfertigung.

Team work at shopfloor for lean management a Huf Portugal

Klarer Plan: die Fertigungsleiter Pedro Brinca, Margarida Dias, Rafael Almeida, Daniela Costa und António Almeida (v.l.n.r.) bei der Teambesprechung.

Huf Portuguesa is one of the most favorit employers in Portugal

Ausgezeichnetes Renommee: Huf Portuguesa zählt traditionell zu den beliebtesten Arbeitgebern des gesamten Landes.

Gegenseitige Rücksicht und Verantwortung werden aber nicht nur im Werk großgeschrieben. Huf Portuguesa ist auch in der Region Viseu tief verwurzelt. Das Unternehmen fördert Sport, Kultur und soziale Einrichtungen vor Ort. Das hohe gesamtgesellschaftliche Engagement spiegelt sich darüber hinaus in regelmäßigen Spendenaktionen wider – wie etwa zuletzt zur Unterstützung von Opfern des Krieges in der Ukraine.

Gewaltiger Teamgeist im Kampf gegen Naturgewalten

Am 15. Oktober 2017 wurde das Werk beinahe selbst Opfer einer Katastrophe. Ein Tag, der sich für immer in die Geschichte von Huf Portugal eingebrannt hat: Verheerende Waldbrände hatten in zahlreichen Regionen von Portugal bereits ganze Landstriche zerstört. Auch das Huf-Werk in Tondela wurde an diesem Tag unmittelbar von der heranrückenden Feuerwalze bedroht – in direkter Nachbarschaft waren zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Betriebe den Flammen zum Opfer gefallen. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützten ihr Werk in einer gemeinsamen Kraftanstrengung vor dem Flammenmeer. Weniger Glück hatte jedoch ein Kollege, der bei den Bränden sein Haus verlor. Doch auch hier zeigte sich einmal mehr der große Zusammenhalt: Eine ganze Schar von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern half tatkräftig beim Wiederaufbau und schuf somit für die Familie ein neues Heim.

Ganz gleich, ob bei der gemeinsamen Arbeit am Band oder außerhalb des Werksgeländes: Bei Huf Portugal ziehen alle an einem Strang – und das „Wir“ gewinnt. Getreu dem Motto: Teamwork makes the dream work.

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