Huf nfc smart card in metal with relief design
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Smart Card mit NFC –
für ein gutes Gefühl

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Sie kennen NFC-Karten? Das ist für Sie nichts Neues? Abwarten … Sie werden gleich verstehen, warum die Huf Smart Card anders ist, warum NFC in diversen Bereichen des alltäglichen Lebens seine Renaissance feiert und warum diese Technologie noch lange nicht ausgedient hat, sondern im Zusammenspiel mit weiteren Funktechnologien wie Bluetooth Low Energy (BLE) und Ultra Wideband (UWB) bestehen wird.

Text: Michael Gorissen

2016 konnte erstmals ein Auto mit einem Smartphone geöffnet werden. Wer damals in den Genuss kam, in der Mercedes E-Klasse (W213) Platz zu nehmen, musste lediglich das Smartphone vor den Türgriff halten, um die Tür zu entriegeln. Möglich machte diese neue Art der Türöffnung die Near Field Communication (zu Deutsch: Nahfeldkommunikation), die Huf als erster Automobilzulieferer weltweit in einen Türgriff integrierte. Heute ist die Technologie besser bekannt als: NFC. Wie der Name schon verrät, erfolgt die Funkübertragung zwischen den NFC-Chips in Smartphone und Türgriff über eine kurze Distanz bis maximal fünf Zentimeter. Die NFC-Technologie funktioniert – einfach ausgedrückt – wie ein Transformator: Fließt elektrischer Strom durch die Primärspule, wird ein magnetisches Feld erzeugt, welches für die Energie- und Datenübertragung im Frequenzband von 13,56 MHz genutzt wird.

Smart Cards basieren auf langjähriger Huf NFC-Kompetenz

Bei der NFC-Technologie im Automobilbereich ist die Herausforderung, mit möglichst wenig Energie ein konstantes und kräftiges Magnetfeld aufzubauen, um so eine gute Performance zu gewährleisten. Huf forscht seit über einem Jahrzehnt an NFC und hat patentierte Lösungen entwickelt, die eine sehr gute und enorm zuverlässige Kommunikation bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch erzielen.

Die Aufträge, die Huf für NFC-Türgriffe erhält, zeigen, dass Kunden mit der Performance sehr zufrieden sind. 2016 gab es noch wenige Smartphones mit NFC und die Digitalisierung war noch nicht so weit fortgeschritten. Heute ist NFC allgegenwärtig. Bei Elektroautos, die ganz neue Nutzererlebnisse bieten möchten, gehört NFC daher zum Standard-Repertoire. Der neue BMW iX ist das jüngste Beispiel für zukunftsweisende Fahrzeuge, die mit NFC-Türgriffen von Huf in Serie gegangen sind.

Huf Smart Car in front of car door handle to open the car via NFC technology

Huf war der erste Automobilzulieferer, der NFC in den Türgriff eingeführt hat. Die Technologie wird in Zukunft noch gefragter sein.

Huf NFC Smart Card in Metal and Red color

Die neuen Smart Cards von Huf können in unterschiedlichen Kunden-Designs umgesetzt werden und bieten mit Druckmotiven, 3D-Effekten, Relief-Darstellungen und Materialvielfalt ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Huf Smart Key in front of car door handle to open car via NFC technology

Alternativ zur Smart Card bietet Huf auch Smart Keys an, die neben NFC auch UWB und BLE für den passiven Fahrzeugzugang enthalten.

Als Huf 2016 den ersten NFC-Türgriff auf den Markt gebracht hat, war man der Zeit voraus: 2015 verfügten rund 500 Millionen Smartphones über die Technologie zur Nahfeldkommunikation. Heute besitzen 3,6 Milliarden Menschen auf der Welt ein Smartphone, NFC gehört zum Standard in nahezu allen aktuellen Mobiltelefonen und ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Neben Smartphones verfügen auch Bank- und Kredit- sowie weitere Karten im Scheckkarten-Format über die NFC-Technologie. Dass wir heute mit Karte bezahlen, ist für uns selbstverständlich. Für viele ist auch schon das Smartphone das Mittel der Bezahlwahl. Darüber hinaus kann NFC auch für Zugangsberechtigungen genutzt werden und kommt sogar beim Austausch von größeren Datenmengen wie Bildern und Videos zum Einsatz.

NFC vs. BLE und UWB, um das Auto zu öffnen: als Backup unschlagbar

Doch gerade bei der Autorisierung trifft NFC auf starke Konkurrenz-Technologien. Viele Autos sind heute mit Passive-Entry ausgestattet, der Fahrer kann folglich in das Auto einsteigen, ohne aktiv einen Knopf auf dem Autoschüssel drücken zu müssen. Dank Funktechnologien wie BLE (Bluetooth Low Energy) und UWB (Ultra Wideband) ist sogar ein passiver Zugang mit dem Smartphone möglich. Mit der Smartphone-Lösung Phone as a Key bietet Huf nicht nur den Komfort, den bekannte Passive-Entry-/Passive-Start-Systeme liefern, es ermöglicht auch noch das Teilen digitaler Schlüssel und Berechtigungen mit Freunden und Familie sowie die Buchung sogenannter Functions on Demand per Smartphone-App.

Ein weiterer Pluspunkt der UWB-Ortung von Huf: Dank einer hochpräzisen Laufzeitmessung sind UWB-Signale sogar gegen sogenannte Relay-Station-Attacks immun. Das heißt, Diebe können das Signal nicht verlängern und so dem Auto einen Schlüssel in der Nähe des Autos vorgaukeln.

NFC Smart Cards sind nützliche Begleiter im Alltag oder im Notfall

Das Smartphone bietet also zahlreiche Vorteile, die eine smarte NFC-Karte, oder kurz: Smart Card, nicht erfüllen kann. Doch auch die Smart Cards haben ihre Alleinstellungsmerkmale. Ein Beispiel: Irgendwie muss der digitale Schlüssel auf ein Smartphone des Nutzers gelangen. Beim Fahrzeugkauf ist dieser auf der mitgelieferten NFC-Karte gespeichert und muss initial auf das Smartphone transferiert werden. Ein weiterer Vorteil: Der besondere Moment der Schlüsselübergabe, den Autoverkäufer wie auch Käufer nach Vertragsabschluss im Autohaus so schätzen, bleibt dank der Smart Cards auch weiterhin ein greifbares Erlebnis.

Huf NFC Card in front of smartcard reader in b pillar to unlock a car door

Eine beliebte Alternative für die Positionierung der NFC-Spulen ist die B-Säule. Auch hier hält der Nutzer die Smart Card vor den Empfänger und entriegelt damit die Autotür.

Smartcard reader and smart card x-ray showing NFC antennas

Trifft nicht gibt‘s nicht: Die Huf NFC-Karten und -Spulen verfügen über große Antennen, die ein breites und zuverlässiges Magnetfeld aufbauen. Diese sehr gute Performance bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch ist die Spezialität von Huf.

Smartcard reader to start the engine of a car with NFC

Schlüsselbatterie und Smartphone-Akku leer? Kein Problem. Mit einer NFC-Karte gelangen Sie jederzeit ins Auto und können sich damit sogar für den Motorstart über den NFC-Smartcard-Reader in der Mittelkonsole autorisieren.

Doch nicht nur in diesen Ausnahmefällen spielen Smart Cards ihre Stärken aus. Deutlich wichtiger ist der Sicherheitsaspekt: Wurde das Smartphone verlegt oder gar gestohlen, steht der Autobesitzer ohne Autoschlüssel da. Mit der Huf Smart Card im Portemonnaie sind Besitzer auch weiterhin mobil, können in das Auto einsteigen, den Motor starten und losfahren. Dazu muss der Nutzer lediglich die Smart Card vor die NFC-Reader halten, die Huf nicht nur platzsparend in Türgriffe integriert, sondern auch in B-Säulen und an anderen Stellen im Fahrzeug-Exterieur wie auch im Innenraum verbaut. Je nach Einbauort verfügen die Smartcard-Reader sogar über LED sowie weitere Funktionen und geben eine optische Rückmeldung, ob das Fahrzeug ver- oder entriegelt ist.

Huf arbeitet an NFC-Lösung mit hoher Diebstahlsicherheit

Dank neuester NFC-Chip-Generationen avancieren die Smart Cards von Huf sogar zu Mini-Computern. Sind heutzutage sogenannte Mifare Classic-Chips weit verbreitet, steigt mit der neuen NFC-Chip-Generation SmartMX die Rechenleistung deutlich. Komplexe Programme (sogenannte Applets), die ein breites Spektrum an symmetrischer und asymmetrischer Kryptografie nutzen, können auf diesen NFC-Chips ausgeführt werden. Dank dieser modernen Verschlüsselungstechnik bleibt der digitale Schlüssel auf der Smart Card sicher verwahrt und die Diebstahlsicherheit wird um ein Vielfaches erhöht.

Paying at charging wallbox with huf NFC card

Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten: NFCKarten können auch zum Bezahlen an Ladesäulen und Wallboxen genutzt werden.

Die Huf Smart Cards erfüllen schon heute die Sicherheitskriterien des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik auf dem Niveau elektronischer Reisepässe. Das Unternehmen bietet den Kunden auf Wunsch die Smart Cards mit dem höchstmöglichen CC-Sicherheitslevel 6 an und integriert diese in das Gesamtsystem des Kunden. Das wird aber nicht das Ende sein, Huf wird die Sicherheit weiter steigern. Denn neue Mobilitätskonzepte werden die Art, wie wir in Fahrzeuge einsteigen, grundlegend verändern und damit neue Herausforderungen an die Zugangsberechtigung stellen. Deshalb arbeitet Huf im Car Connectivity Consortium mit Vertretern aus der Automobilindustrie und Smartphone-Herstellern an der Standardisierung von UWB und neuen Standards für NFC, die ein noch höheres Sicherheitslevel gewährleisten.

NFC-Technologie hilfreich für künftige Mobilitätskonzepte

Wie wichtig sichere Speichermöglichkeiten für digitale Schlüssel noch werden, zeigt ein Blick in die Zukunft: Stellen Sie sich vor, Sie möchten mit Ihrem Auto in eine Großstadt fahren. Schon heute schränken Umweltzonen die Zufahrt ein. Viele Metropolen wie Berlin, Hamburg und Paris diskutieren über autofreie Innenstädte, in Oslo ist dies bereits Realität. Sie werden künftig also Ihr Auto vor der Stadt parken und dann auf Shared Services für Selbstfahrer oder selbstfahrende Fahrzeuge umsteigen, um schnell von A nach B zu gelangen. Überall werden für begrenzte Zeiträume individuelle Zugangsberechtigungen benötigt, jede Fahrt geht zwangsläufig mit einem Bezahlvorgang einher.

Huf Smart Cards aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Designs

Sie benötigen also einerseits sehr sichere Speichermöglichkeiten für digitale Zugangsberechtigungen, die zudem komfortabel und schnell geteilt, aber auch entzogen werden können. Andererseits dürfen diese digitalen Schlüssel nur genau die Türen öffnen, für die Sie auch bezahlt haben. In erster Linie werden Sie diese digitalen Zugangsberechtigungen über das Smartphone verwalten. Smartphones unterscheiden sich jedoch in Hardware wie auch Betriebssystemen. Smart Cards werden eine gute Alternative mit gleichbleibender Qualität sein und hohe Zuverlässigkeit bieten.

Huf nfc smart card in metal with relief design

Maximale Freiheit für Designer: Die smart cards bieten mit Druckmotiven, 3D-Effekten, Relief-Darstellungen und Materialvielfalt ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Mit den neuen Smart Cards zeigt Huf, was auch im Bereich Design möglich ist. Unterschiedliche Druckmotive, 3D-Effekte und sogar Relief-Darstellungen bieten enorme Design-Freiheiten. Interessant für Luxusverliebte: Die Smart Cards müssen nicht zwangsläufig aus Plastik bestehen, auch Metall für eine besonders hochwertige Haptik ist möglich. So werden die schlanken Begleiter im Scheckkarten-Format zu attraktiven Accessoires.

Übrigens: Bei allen Kartenvarianten sind Farben und Materialien wasserresistent. Wer also im Meer oder am Badesee schwimmen geht oder bei längeren Tauchgängen zwangsläufig seine Wertsachen, die in der Regel am Strand warten müssen, nicht im Auge behalten kann, nimmt den Autoschlüssel einfach mit ins erfrischende Nass. Auch das haben Smart Cards den Smartphones und physischen Autoschlüsseln voraus.

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